Jahr 1: Freitag, der 13. im Jahr 2025 stellte alles auf den Kopf. Diagnose Hodenkrebs und es ist ja der einfache Krebs, den haben viele und »schaffen« viele. Ja, natürlich.
Eine Aussage, die wehtut, denn niemand sieht, was im Hintergrund läuft. Zwar hatte ich im letzten Jahr wohl Glück im Unglück und konnte lediglich mit einer Operation und zwei Krankenhausaufenthalten in die vermutlich »krebsfreie« Nachsorge gehen.
Das letzte Jahr bestand aus vielen Arztterminen und der Suche nach einer Möglichkeit, ein passendes MRT für mich zu finden, um die bildgebende Nachsorge zu haben und Veränderungen zu sehen. Mittendrin die Angst vor Rückschlägen: Jedes Wehwehchen löste den Gedanken Krebssymptom aus und jedes Blutbild war ein neuer Tanz. Neben der Angst eine tanzende und klatschende Depression, die nur darauf wartet, den schwachen Moment für sich nutzen zu können.
Es ist ein Teufelskreis, der Hand in Hand geht und massiv Kraft kostet.
Aktuelles Zwischenfazit besagt: ein Ei ist für immer weg, ein Blutbild, das sich aktuell im »Normbereich« befindet, eine funktionierende Supplementierung und zwei begonnene Großbaustellen, die langfristig der Gesundheit und dem Wohlbefinden helfen sollen. Die größten Baustellen Gewicht, Psyche und Körper werden auch angegangen, wenn der Akku wieder etwas aufgeladen ist.
Alles greift leider so massiv ineinander, dass ich froh bin, wenigstens die ersten Schritte gegangen zu sein und manches leichter funktioniert als anfangs gedacht. Am Ende ist es inzwischen auch egal, ob ich nun mit 42 oder 44 noch fett bin. Wobei, nein. Es gibt erste Probleme, die im späteren Alter noch Stress bringen können.
Schauen wir, was wird. Ein neuer Anfang wurde gemacht.
Bleibt untot!





