Ich habe heute keine aktuellen Zahlen für euch und werde auch voraussichtlich bis Mitte November keine neuen Zahlen mehr veröffentlichen.

Draußen brennt die Welt im wahrsten Sinne des Wortes, wir stehen im Globalen vor Aufgaben und Problemen, die mein Fettsein und die Probleme in meinem Leben als Nichtigkeit aussehen lassen und mir fehlt die Kraft im Kopf alles zu verarbeiten. Ich kämpfe diesen Kampf alleine und hatte an und für sich andere Pläne mit meiner aktion100 und wollte ganz woanders stehen heute, doch ich bin mir dabei weiterhin selber im Weg und das Problem.

40 Jahre die Toten Hosen - Alles aus Liebe, Festwiese Leipzig

Am Samstag waren wir auf dem Konzert der kleinen westdeutschen Punkband die Toten Hosen zu ihrem 40-jährigen Jubiläum »Alles aus Liebe«. Es waren 55.000+ Menschen auf der Festwiese in Leipzig und in Anbetracht von Corona war es eigentlich total dumm und ein Wunder, dass man da trotz Maske und Abstand dennoch ohne Ansteckung rausgekommen ist. Als Gäste waren neben Tim Vantol, Thees Uhlmann noch die Feine Sahne Fischfilet vor Ort mit Sänger Monchi, der die gleichen Probleme wie ich hat und ebenfalls »Niemals satt« ist.

In seinem Buch »Niemals satt: Über den Hunger aufs Leben und 182 Kilo auf der Waage« beschreibt er sehr viele Situationen und Probleme aus einem Gewicht heraus, welches ich mit Stand heute locker wieder überschritten habe. Viele Dinge werden angesprochen, die ich vollkommen nachvollziehen kann. Aber alles mit dem Unterschied, dass er genug Lebenswillen und Bock hatte, sich aufzuraffen und den Weg ohne Operation zu schaffen, während ich Tag für Tag mit früheren Entscheidungen zu kämpfen habe und am liebsten alles einfach nur noch wegwerfen möchte.

Während des Konzerts war der Song »Komplett im Arsch« auf der Setlist und er hat mich emotional so sehr zerrissen und gefühlstechnisch überwältigt, dass ich heute noch daran knabbern muss.

»Ich bin komplett im Arsch
Weiß nicht wohin mit mir
Ich bin komplett im Arsch
Keine Ahnung wie es weiter geht
Ich bin komplett im Arsch
Zu viele Fragen stell ich mir.«

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Aber warum ist da so viel Chaos und Müdigkeit?

Ich möchte auf so viele Fragen Antworten finden, doch leider bin ich davon so weit weg wie von einem zweistelligen Gewicht. Leider liegt alles in meiner Hand und ich kann es nicht abgeben, dazu kommt auch noch mein Problem, es allen recht machen zu wollen und für alles eine Lösung zu finden, während ich gar nicht mehr für mich lebe, sondern für andere und für mich keine Zeit und Kraft übrig bleibt.

Da fühlt sich Ablenkung zusätzlich nach Arbeit an und die Freude währt nicht lange. :-(

»Steh auf, wenn du am Boden bist«

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Aber wofür, wenn ich mir selber egal bin?

Diese vorhandene Leere gepaart mit dem Kreisverkehr im Kopf kostet Kraft. Kraft, die ich nicht habe und von der ich nicht weiß, wie ich sie zurückbekomme. Hinzu kommt noch der Blick auf die Zukunft, die so viele Fragen offen hält und weder Lösungen noch Perspektiven aufzeigt, noch ernst gemeintes Interesse an Veränderungen. Gemischt mit mangelnder Empathie und fehlendem Verständnis für meine Situation führt es zu noch mehr innerlichen Problemen bei mir. Während die einfachsten Lösungen für mich nicht mehr funktionieren, arbeitet der Kopf weiter am Tempo und die Kraft schwindet.

Ich möchte so viel, doch ich verplempere Zeit mit Dingen, die mich nicht vorwärtsbringen.

Ob und wie es mit dieser Website, meinem Projekt und mir weiter geht, steht in einer sehr wackligen Zukunft. Vielleicht endet diese im Jahr 2004 öffentlich begonnene Reise. Dann bleibe ich zumindest als schlechtes Vorbild in einer schnelllebigen Welt.

Und wenn ich ehrlich bin, weiß ich gar nicht, wofür ich morgens aufstehe, wenn ich an nichts Freude finde und mir Aufgaben auch keinen Spaß mehr machen, während sich alles anfühlt wie in einem schlechten Film. Ich mag nicht mehr für alles und jeden mitdenken, während ich nirgends dazu gehöre und mir dabei egaler werde.

Vermutlich gäbe es mich nicht mehr, hätte ich privat nicht die letzte Bastion an Rückhalt. Viel ist nicht übrig von dem, was mal war und die Pandemie hat die Probleme befeuert und ich mag mich auch nicht aufdrängen.

Über den Autor

Christian

Mahlzeit, ich bin Christian, wurde im Orwell Jahr 1984 geboren und bin Initiator von aktion100, sowie das "Dokumentationsobjekt", um das es auf dieser Seite geht.

Ich nehme euch mit auf meiner Reise vom 232 kg morbide adipösen Mann im Kampf um Normalgewicht.

Mir ist ein offener und ehrlicher Umgang auf diesem Weg sehr wichtig und ich mag anderen eine Hilfe sein.

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