Durch einen Thread auf Twitter bin ich durch Nina daran erinnert worden, dass am 4. März nicht nur der Welt-Adipositas-Tag (World Obesity Day)[1] ist, sondern dass ich auch noch mein Gewichtsupdate veröffentlichen und den Februar reflektieren wollte.

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Was soll ich sagen? Aktuell hätte ich lieber einen gebrochen Arm und eine Auszeit. Leben mit Adipositas und Depression heißt auch wildes Knutschen mit Todesgedanken und ein täglicher Kampf mit sich und der Umwelt.

Den Januar hatte ich schon abgeschrieben, bevor er angefangen hat und Corona hat sein Übriges dazu beigetragen. Einzig was ich positiv aus dem Januar nehmen kann, ist, dass ich erst mal nicht unbedingt vor die Tür gehen muss und von zu Hause arbeiten “darf”. Ich habe im Januar geschrieben, dass ich ein Problem habe, mit Dingen zu beginnen, die mitten im Monat sind oder an ungeraden Tagen. Mit dem Februar kam der perfekte Monat, denn wir haben den 1. an einem Montag und den letzten Tag des Monats an einem Sonntag. Volle vier Wochen und auch im Februar die Chance verpasst, richtig durchzustarten.

Es kam, wie es kommen musste und die Gewichtskurve geht weiter nach oben. Die innere Maschine läuft und langsam merke ich, dass die aktuelle Situation meines Lebens mir immer weniger guttut und ich täglich weniger aufstehen möchte. Ich bin “gefangen” in meinen Süchten und kämpfe einen täglichen Kampf gegen Windmühlen, der mir massiv meine Kraft raubt.

Suchtkonsum und Kochen

Aber es ist ja nicht alles schlecht, denn ich kann auch etwas Positives mit aus dem Monat nehmen. Bedingt dadurch, dass mein Supermarkt renoviert wird, ist eine Beschaffungsquelle, um an Cola zu kommen, versiegt und ich habe keinen Vorrat angelegt. Zum Glück bin ich zu faul, um die Flaschen durch die ganze Stadt zu schleppen und erhoffe mir nun, dass ich den Schwung mitnehmen kann und der drastisch während des Monats begonnenen Reduzierung weiter zu senken.

Zusätzlich habe ich meine zu hohe Bestellquote auf null gesenkt und mir mithilfe einer wöchentlichen Kochbox in den letzten zwei Wochen täglich zur Mittagspause Essen gekocht. Durch den fehlenden Weg zur morgendlichen Busfahrt komme ich auch nicht mehr beim Bäcker vorbei, um mir belegte Brötchen zu kaufen.

Für viele klingt das vielleicht total lächerlich alles, denn mit noch 36 Jahren sollte man doch viel weiter im Kopf sein und wissen, dass der aktuelle Weg scheiße ist. Natürlich reflektiere ich und weiß, dass der aktuelle Kurs gefährlich ist, denn die Frage ist, was wird am Ende siegen?! :-(

Ich habe mir für den März vorgenommen, den Monat weiter ohne Cola auszukommen, kein Essen zu bestellen und zu kochen und die Bewegung zu erhöhen. Meine Tabletten habe ich auch noch nicht auf Reihe bekommen und ich bin verdammt müde und am Ende meiner Kraft.
Am Ende des Monats Februar heißt es +3,8 kg und ich nähere mich meinem zweiten OP-Gewicht … :-( Ich habe mir jetzt Pläne niedergeschrieben und werde wohl bald die Notreißleine ziehen müssen. Alleine und in der aktuellen Konstellation schaffe ich das nicht mehr.
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Statistik

  • Aktuelles Gewicht: 182 kg
  • Gesamtabnahme zu 2014: -81 kg -50 kg
  • Veränderung zum Vormonat: +3,8 kg
  • BMI: 58,8 +1,3

Christian (37)

Einzelnachweise

Einzelnachweise
1 WHO World Health Organization – World Obesity Day – https://www.who.int/news-room/events/detail/2020/03/04/default-calendar/world-obesity-day